Webentwicklung — Toolsammlung
by Medienfuzzi on Juni 14, 2012
Webentwicklung ist und bleibt ein Minenfeld. Standards sind keine, jede Browser macht aus dem Code anderen Bullshit (sorry). Ich möchte euch ein paar Tools vorstellen (die ihr teilweise sicher schon kennt), welche euch das Abarbeiten am Code vereinfachen sollen.
Browser
Jaaaa, natürlich. Verschiedene Browser sind unerlässlich, weil unzuverlässig. Die fünf am weitesten verbreiteten Browser sollte man dabei immer auf dem Schirm haben, und diese wären:
1. Mozilla Firefox
… ist immernoch mein Standard– und Lieblingsbrowser, ordentlich erweiterbar und gut in der Web-Standards-Umsetzung. Download unter: www.mozilla.org/de/firefox
2. Google Chrome
Der Newcomer schlechthin. Klar von Google gepusht, aber ebenfalls erweiterbar bis zum Speicherkollaps und dank Webkit-Engine schnell und standard-konform. Download (von scheinbar jeder popeligen Googleseite oder) unter: www.google.de/chrome
3. Microsoft Internet Explorer
Jaaa, er lebt noch … leider. Irgendwie hatte ja so ziemlich jeder webdesign-affine Mensch gehofft, dass nach der Version 6 der Meteor kommt, welcher diesen Dinosaurier plättet. Aber irgendjemand bei Microsoft hat uns alle nicht erhört und eine weitere Version auf den Markt geschubst … und nun gibt es sogar eine verwendbare, mit Standards ansprechbare, schicke und mit Standards ansprechbare Version (9) (hatte ich schon die mittlerweile unterstützten Standards erwähnt?). Wie auch immer, der IE ist benutzbar geworden und die Entwickler ruhen sich nicht mehr auf der mittlerweile verlorenen Marktführerschaft aus. Download unter: windows.microsoft.com/de-DE/internet-explorer/products/ie/home (Auch wenn Microsoft mittlerweile Browser basteln kann, von kurzen Links haben die noch nichts gehört.)
4. Apple Safari
Jaaa Jaaa Jaaa, Pfui Apple, oder so. Alles schlecht mit dem Apfel.
Unsinn, Apples Soft– und Hardware ist nicht schlechter als der Kram von anderen Herstellern. So auch der Browser Safari, ähnlich Google Chrome (gleiche Rendering Engine: WebKit). Richtig Zuhause ist er natürlich unter MacOS, aber auch unter Windows absolut verwendbar und gut. Download unter: www.apple.com/de/safari
5. Opera
Ein bisschen ist Opera immer der Außenseiter gewesen und ich sehe nicht, wie sich das so schnell ändern sollte. Guter, innovativer Browser, der leider viel zu sehr ignoriert und unterschätzt wird. Vielleicht sollten sie einfach mal aggressiver werben? Egal, Download unter: de.opera.com/browser
6. BESONDERES TOOL: IE-Tester
Obwohl es kein standardmäßiger Browser ist, gehört das Programm hier definitiv hinein. IE-Tester ermöglicht das Testen unter unterschiedlichen Internet Explorer-Versionen (derzeit IE 5.5 bis IE9), heutzutage ist es zwar nicht mehr notwendig die Varianten 5.5 und 6 zu beachten, aber selbst bei 7, 8 und 9 sehen die Seiten nicht gleich aus, das Testen ist daher unerlässlich. Download unter: www.my-debugbar.com/wiki/IETester/HomePage
Browser-Funktionen & –Erweiterungen
Firebug
DAS Entwicklungs-Tool schlechthin. Seiten lassen sich direkt im Browser ändern, debuggen, überwachen … Zusätzlich ist die Firefox-Variante mit Erweiterungen ausbaubar.
Downloads:
- für Firefox: getfirebug.com/downloads
- für Chrome: getfirebug.com/releases/lite/chrome
- für Safari: www.slicefactory.com/browser-extensions/firebug-lite-safari/259
- als Bookmarklet für alle anderen Browser: getfirebug.com/firebuglite#Stable
Browser-interne Funktionen (als Firebug-Ersatz)
Mittlerweile haben alle aktuellen Browser die meisten Firebug-Funktionen integriert, es ist also nicht unbedingt ein Addon notwendig. Sogar die Ansicht ist der Firebug-Ansicht sehr sehr ähnlich. Probiert einfach aus, was euch mehr zusagt.
- In Firefox, Chrome, Opera: Rechtsklick > „Element untersuchen“
- In Internet Explorer: Hauptmenü > „F12 Entwicklertools“
- In Safari: zuerst in den Einstellungen unter „Erweitert “ ein Häkchen vor „Menü ‚Entwickler‘ in der Menüleiste anzeigen“ setzen und dann steht im Menü „Entwickler“ der Punkt „Webinformationen einblenden Strg+alt+I“ zur Verfügung
Web Developer Toolbar
Verschiedene Tools zusammengefasst in einer Toolbar, bspw. lassen sich Funktionen gezielt deaktivieren und Seiteninhalte und –code validieren.
Download für Firefox und Chrome unter: chrispederick.com/work/web-developer
In Safari stehen einige dieser Funktionen im „Entwickler“-Menü zur Verfügung.
Yahoo! YSlow
Neben der Firebug (bzw. der browser-integrierten Netzwerk-Funktion) ein prima Tool, um die Ladegeschwindigkeiten zu optimieren. Gibt Tipps und zeigt Problemstellen.
Download für alle Browser: developer.yahoo.com/yslow
AdBlock
Jaaa, der Werbeblocker ist auch für die Webentwicklung wichtig. Damit lässt sich prima prüfen, ob wichtige Elemente oder Funktionen auf eigenen Seiten vielleicht blockiert werden, obwohl sie eigentlich in Ordnung sind.
- für Firefox: adblockplus.org/de
- für Chrome und Safari: code.google.com/p/adblockforchrome
Online-Tools
Responsive Web Design Testing Tool
Responsive Web Design ist derzeit das „heißeste Thema“, wenn es um Webdesign geht, aber selten hat man alle Geräte in allen Größen zur Verfügung. Abhilfe schafft da das „Responsive Web Design Testing Tool“ von Matt Kersley. Verschiedene Geräte-Größen werden auf einer Seite simuliert. Aber Achtung, die Seiten werden nur in ihrer Größe verändert, gerätespezifische Rendering-Eigenheiten werden nicht berücksichtigt. Eine (zugegeben halbgare) „Lösung“ ist, dieses Tool in verschiedenen Browsern aufzurufen (mit Chrome und Safari hat man schonmal zwei große mobile Systeme recht ähnlich dargestellt).
Webfonts
Hach ja, ich liebe gute Schriften und glücklicherweise hat sich in diesem Bereich in den letzten Jahren so einiges getan. Webfonts sind schwerer im Kommen, als gifs in den 90ern. Die Möglichkeiten werden immer umfangreicher und unüberschaubarer. Hier mal einige Möglichkeiten und Tools:
- Typekit: Eine Menge geiler Fonts für eine Menge Schotter, eine kostenlose Variante gibt es auch
- Google Web Fonts: Aus der Kategorie „Derbe geiler Kram“ bietet Google derzeit schlappe 500 Font-Familien zum freien Download und zum freien Einbinden an.
Viel SchrottViele Display-Schriften, aber auch Unmengen wirklich brauchbarer und umfangreicher Schriftfamilien. - Font Squirrel: Das Eichhörnchen bietet — wie Typekit und Google — ebenfalls eine recht umfangreiche Palette (kostenlos) einbindbarere Fonts an. Aber als kleines (eher riesiges) Special gibts noch den „@font-face Generator“ — Schriften (deren Lizenzbedingungen dies zulassen) hochladen und zu einem Komplettpaket verschnüren lassen. Unterstützt durch die vielen generierten Formate jeden (!!!) Browser und liefert gleich die passenden Stylesheets mit.
- Typetester: Mittels Typetester lassen sich drei Schriften recht gut miteinander vergleichen (wichtig für Laufweite, x-Höhe, Versalhöhe, …), um eventuell schöne Sets oder Ersatzschriften finden zu können. Hierbei lässt sich aus einer umfangreichen Liste von Standard-Schriften (safe-list, Win default, Mac default, …) und auch aus im System installierten Schriften wählen, sodass auch mögliche Webfonts (so sie denn aktuell auf dem Rechner installiert sind) mit einbezogen werden können.
- dafont: Ein umfangreiches Archiv kostenloser Schriften, die sich teilweise als Webfonts verwenden lassen dürfen. Viele coole, viele schrottige, viele komische Schriften — thematisch sortiert.
- Silbentrennung funktioniert in Word, InDesign, usw., aber im Internet sieht es damit eher dünn aus. Abhilfe schafft, dass die Browserhersteller teilweise offenbar an diesem Thema dran sind und Lösungen erarbeiten. Bis diese jedoch auch im Deutschen funktionieren müssen wohl weiterhin Skripte wie der hyphenator ran. Mehr zu diesem Thema unter praegnanz.de/weblog/diese-browser-silbentrennung.
Programme
Adobe Dreamweaver
Definitiv der Teil, der sich auf Dauer gesehen am meisten für Adobe gelohnt haben dürfte, als sie Macromedia eingesteckt haben. GoLive war Schrott, Dreamweaver ist und bleibt der Standard. Umfangreicher geht fast nicht mehr, die Funktionen (und die heftigen Preise) könnt ihr euch gern bei Adobe ansehen. Ich will definitiv nicht mehr ohne dieses Programm an html, php, css, js und dergleichen arbeiten.
(Kostenlose Editoren gibts zu Hauf, ich habe in Dreamweaver investiert und es bisher nicht bereut. Sicher ist, dass sich ein großer Teil der Funktionen auch mit kostenlosen oder kostengünstigen Tools erreichen lässt, Google hilft da sicher weiter.)
Cyberduck
Die Ente macht Laune und ist mehr als nur ein FTP-Client. Verschiedene (Cloud-)Dienste lassen sich problemlos einbinden. Läuft und ist kostenlos.
Tumult HyperEdit
Hach ja, lang ist es her, da hatte ich noch kein Dreamweaver am Start und unter MacOS war meine erste Wahl HyperEdit. Ein leichter Editor mit praktischen Funktionen, wie dem integrierten WebInspector aus Safari, erleichterte mir damals ( :D ) das Skripten und Schreiben. Heute ist 2012 und HyperEdit wurde seit der grausamen Ewigkeit von 4 Jahren nicht mehr weiterentwickelt. Schade, aber ich empfehle es den geneigten Mac-Nutzern immernoch gern. (Auch hier gibt es sicher noch einige ganz tolle Alternativen.)
Ressourcen
Unmengen an tollen Seiten warten mit Tipps, Tutorials, Material, … auf geneigte Leser_Innen, hier möchte ich einige (meiner Meinung nach) interessant davon vorstellen (oder auch nur auflisten).
- Mozilla Developer Network
Ja, ihr könnt von Firefox halten, was ihr wollt, aber Mozilla ist mehr als eine Programmierschmiede für einen gute Browser. Hier findet ihr eine Menge umfangreichen Materials zu allerlei Themen. Fazit: Praktisch und aktuell! - Adobe & HTML
Adobes recht frischer Versuch, ein Teil der aktuellen Webentwicklung zu werden und nicht nur die Programme zu liefern. Fazit: Viel Werbung für eigene Produkte und nette Web Standards-Spielereien, wird mit der Zeit hoffentlich noch umfangreicher. - Smashing Magazine
Was die Bild für den Boulevard und die FAZ für die Bürgerlichkeit, ist das Smashing Magazine für Designer. Fazit: Bei verschiedensten Themen am Puls der Zeit und teilweise selbst Trendsetter.
Haha, das wars schon.
Oder auch nicht. Denn ich werde mal versuchen diesen Artikel immer wieder zu ergänzen und zu erweitern. Also please check back later oder so ;)
Achtung: Vernetzungsgefahr
by Medienfuzzi on April 10, 2012
Die Zeiten, in denen nur tageslichtscheue Typen mit dicken Brillen ihre Bekanntschaften über das Internet pflegten sind — so es sie denn je gab — schon einige Jahre vorbei. Facebook, Google+, studivz, xing und etliche andere mehr oder weniger spezialisierte Online-Communities warten darauf bevölkert zu werden.
Und wie es sich „gehört“, bin auch ich auf einigen dieser Plattformen zu finden. Ihr dürft euch gern mit mir vernetzen oder euch diese Seiten einfach anschauen ;)
Viel Spaß!
Facebook
www.facebook.com/olafwalther.de
Brandneue Seite, diese werde ich voraussichtlich auch sehr aktiv betreuen!
www.xing.com/profile/Olaf_Walther2
Business-Netzwerk-Dingens … praktisch und irgendwie erwachsen ;)
dasauge
www.dasauge.de/-olafwalther
Hier bin ich noch nicht wirklich aktiv geworden, aber ich gebe mir Mühe … ehrlich.
flickr
www.flickr.com/photos/medienfuzzi
Urgestein, aber seit einer längeren Zeit schon nichts neues mehr, ich werde aber erst einmal dort bleiben und auch weiterhin Fotos hochladen (wenn ich dazu komme). Alternativen, wie 500px, sind durchaus wirklich interessant, aber man muss nicht alles mitmachen und ein Netzwerk wandert nicht einfach so von Plattform zu Plattform.
Twitter, Google+, studivz, …
Das tut mir fast schon leid, aber ich mache nicht (mehr) jeden Kram mit. Twitter raubt in der aktiven Bearbeitung zuviel Zeit, Google+ bringt mir neben Facebook keinerlei Mehrwert und studivz … naja, reden wir nicht drüber ;)
Mal eine Empfehlung: Readability
by Medienfuzzi on März 7, 2012
Es gibt scheinbar unendlich viele Dienste im Internet, welche uns das Konsumieren des Selbigen noch angenehmer und schöner und einfacher und … machen sollen. Ein Dienst, welcher definitiv heraussticht, ist Readability.
An erster Stelle stand für die Entwickler das Ziel, Artikel besser lesbar zu machen, die Seiten zu entschlacken. Zuerst mittels Bookmarklets, welche Artikel in eine einfache Form brachten, mittlerweile gibt es Browser-Addons, Smartphone-Apps und die Integration in verschiedene andere Apps. Ziel ist immernoch das selbe: Artikel auf Blogs, Newsseiten, … werden auf das Minimum reduziert: den Text und (wahlweise) die Bilder zum Text. Werbung, Social-Network-Kram, Empfehlungen und Kommentare werden entfernt, der Text ist besser lesbar, als bei den meisten Webseiten (dies liegt an den verwendeten Schriften und den verwendeten Farbkombinationen).
Seit einer Weile ist nun auch die Funktion „Read Later“ hinzugekommen. Mit diesem Button könnt ihr lesenswerter Artikel direkt auf eine eigene Reading List setzen und später in gewohnt ansehnlich-entschlackter Form lesen. Eine Anmeldung ist für diesen Teil des Services allerdings erforderlich, wer „nur“ Artikel in der besser lesbaren Form haben möchte, kann auf eine Registrierung verzichten.
Ich kann Readability nur empfehlen. Gerade längere Artikel verursachen damit weniger Kopfschmerzen, die Augen haben mir schon oft gedankt. Den Darstellungsstil „Inverse“ habe ich dabei ins Herz geschlossen — hellgraue Serifenschrift auf dunkelgrauem Untergrund.
Und weil ich diesen Service so toll finde, habe ich ihn gleich mal hier eingebunden. In der Sidebar findet ihr ab sofort ganz oben die Möglichkeit Artikel direkt an Readability zu senden — zum gleich oder später lesen. Viel Spaß.
There we go again …
by Medienfuzzi on November 24, 2011
WordPress ist eingerichtet.
Plugins sind installiert.
Das Theme ist ausgewählt und installiert.
Na dann kann es ja endlich wieder los gehen.
Vor fast zwei Jahren hatte ich auf Medienfuzzis Blog meinen letzten Beitrag verfasst. Seitdem hat sich viel getan … zwei Jobs, etliche Projekte — privat, geschäftlich, wie auch politisch — und viele wesentliche gewonnene Erfahrungen später bin ich in Leipzig gelandet. Und aus dem schönen Leutzsch werde ich die Welt von nun an wieder mit einigen mehr oder weniger interessanten Beiträgen belästigen.
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.